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Leasingvertrag kündigen

Einen Leasingvertrag kündigen ist gar nicht so einfach!

Einen Leasingvertrag zu kündigen ist gar nicht so einfach, vor allem nicht, wenn man der Leasingnehmer ist. Trotzdem wollen wir euch in diesem Beitrag eure Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr vorzeitig aus einem Leasingverhältnis aussteigen könnt.

Während der Grundmietzeit ist eigentlich keine Kündigung vorgesehen, dementsprechend schwer ist es auch, den Vertrag in dieser Zeit zu beenden.

Wie auch andere Dauerschuldverhältnisse kann ein Leasingverhältnis außerordentlich gekündigt werden, dafür muss es sich aber um eine Ausnahme handeln. Anders ist es bei einem Vertrag, der von Vornherein keine feste Vertragslaufzeit hat. Dort kann man mit Einhaltung der Frist den Vertrag problemlos verlassen (für den Fall, dass keine feste Grundmietzeit vertraglich vereinbart wurde).

Generell kann gesagt werden, dass die Kündigung schriftlich, frist- und formgerecht erfolgen muss, um rechtsgültig zu sein.

Neben der Kündigung gibt es noch eine weitere Möglichkeit, das Verhältnis frühzeitig zu beenden. Es kann ein Aufhebungsvertrag geschlossen werden. In diesem Fall zahlst du als Leasingnehmer eine Abstandszahlung, um den Leasinggeber zu entschädigen, denn dieser hat ja zu Vertragsbeginn einen Investitionsaufwand geleistet.

Der Leasinggeber kündigt den Vertrag fristlos

Wenn du als Leasingnehmer den vereinbarten Zahlungen nicht nachkommen kannst, hat der Leasinggeber das Recht den Vertrag fristlos zu beenden. Diese Möglichkeit besteht, wenn ein Gewerbetreibender mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten in Verzug ist. Lediglich ein Rückstand ist für eine Kündigung nicht hinreichend, sollte aber dennoch vermieden werden. Wenn nur eine Rate beglichen wird, die andere aber noch aussteht, kann die Kündigung trotzdem wirkend gemacht werden.

Handelt es sich bei dem Leasingverhältnis um ein Verbraucherverhältnis gibt es nur eine eingeschränkte Möglichkeit der Kündigung bei Zahlungsverzug. Das dient dem Verbraucherschutz. Auch hier kann eine Kündigung erfolgen, wenn der Leasingnehmer mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten in Verzug ist. In diesem Fall muss der Leasinggeber allerdings eine Frist von zwei Wochen gewähren, während der die ausstehenden Zahlungen beglichen werden können. Über die drohende Kündigung muss der Leasingnehmer schriftlich benachrichtigt werden.

Das geleaste Fahrzeug hat einen Totalschaden

Wenn du ein Auto geleast hast kannst du vorzeitig aus dem Leasingverhältnis aussteigen, wenn an dem geleasten Fahrzeug ein Totalschaden besteht, ein Verlust des Fahrzeugs vorliegt oder ein nicht unerheblicher Schaden zu verzeichnen ist.

Bei einem Kfz-Leasingverhältnis übernimmt der Leasingnehmer die Sachgefahr. Das bedeutet, dass du bei Schäden am Fahrzeug dazu verpflichtet bist, die Kosten der Reparatur der Teilschäden selbst zu tragen. Wenn du mit dem Auto einen so starken Unfall verursacht hast, dass das Fahrzeug einen Totalschaden davongetragen hat, musst du in den meisten Fällen sogar ein gleichwertiges Auto stellen, es sei denn du bist entsprechend dagegen versichert.

Um diesen kostspieligen Aufwand zu vermeiden, kann man vorzeitig aus dem Leasingverhältnis austreten. Die Kündigungsmöglichkeit ist nicht rechtsgültig, wenn ein gestohlenes Leasingfahrzeug wieder auftaucht und Reparaturen so durchgeführt werden können, dass keine Restmängel mehr bestehen bleiben.

Wenn das Auto bleibende Schäden davonträgt, kann das Vertragsverhältnis jedoch kurzfristig verlassen werden.

Diese Sonderfälle sind bei der Kündigung zu beachten

Kommt es zum Tod des Leasingnehmers kann der Vertrag selbstverständlich auch vorzeitig gekündigt werden, sowohl vom Erbe des Verstorbenen als auch vom Leasinggeber. Das Verhältnis wird einen Monat nach Kenntnisnahme des Todes beendet. Diese Informationen sind nachzulesen im §580 des BGB.

Des Weiteren gibt es eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund, wie auch bei vielen anderen Verträgen. Regelungen dazu finden sich ebenfalls im BGB wieder.

Ein Grund für den Leasinggeber ist zum Beispiel die nicht sachgemäße Handhabung des Leasingobjektes. Das Fahrzeug darf nicht Dritten übergeben werden und muss nach den vertraglich festgelegten Konditionen genutzt werden.

Sollen bei Vertragsschluss Dinge wie zum Beispiel die Kreditwürdigkeit des Leasingnehmers falsch angegeben werden kann der Vertrag ebenfalls außerordentlich gekündigt werden.

Als Leasingnehmer gibt es für dich nur selten einen Grund, der eine Kündigung aus wichtigem Grund rechtfertigt.

Die Kündigung ist nur schwer möglich- besser den Vertrag abgeben

Manchmal hast du die Möglichkeit, deinen Leasingvertrag an eine andere Person abzugeben. Diese Person zahlt dann die Raten und Übernimmt alle Leistungen und Pflichten deines alten Vertrags. Dieser Wechsel muss von der Leasinggesellschaft genehmigt werden.

Um den Wechsel zu erleichtert gibt es mittlerweile Börsen im Netz, auf dem du nach einem passenden Partner für einen Wechsel suchen kannst.

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Mein Name ist Tobias Dziuba. Ich bin Online-Marketing-Manager bei BenchoBox

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